Jutta Fiedler

05.04.19 – 15.06.19

Da hängt eine Schaukel mit echten Schnüren an einem ebenso echten Zweiglein, ein altes Stück Holz kann zur Basis werden, Federn umhüllen einen weiblichen Akt, ein bemooster Stein wird zur Sitzgelegenheit eines Figürchens und den Schädel eines Wildschweins steigt gar zu einem Drachenkopf auf! Recycling im allerbesten Sinne!

Auffallend ist bei Jutta Fiedlers Plastiken aus hellem Ton, das kleine Format und die durchgehend weiße, zumindest helle Glasur, die sie fast wie Porzellan wirken lässt. Details werden bisweilen farbig akzentuiert, was sie besonders hervorhebt und in ihrer Bedeutung steigert.

So z. B. die roten Boxhandschuhe der kampfbereiten Frau oder das winzige, rote Teufelchen, das einen „verlockenden Plan“ einflüstert.

Wunderschön sind auch die zarten Farben, die das Köpfchen „Erinnerung“ schmücken.

Mit der sparsamen Farbigkeit erreicht die Künstlerin eine gewisse Distanz zur realistischen Gestaltung ihrer Werke und errichtet für den Beschauer Zeitranken zum Innehalten und Nachdenken.

Jutta Fiedlers detaillierte und liebevoll gestaltete Figuren, zeigen Schmerz und Freude, Witz und Lebensklugheit, sie erzählen Geschichten und sind Sinnbilder menschlicher Schwächen.

gefördert von

Mord im Piemont

Von Trüffeln, Tod und heißer Liebe

Nach dem „ein italienischer Sommer“ (GU 2012) erscheint nun mit „Mord im Piemont“ im März das zweite Buch der Würzburgerin Gabriele Kunkel: Ein Krimi, der nach weißem Trüffel duftet und nach blutrotem Barolo schmeckt.

Premierenlesung:  Samstag, 13. April, 18.00 Uhr

Dazu gibt es Antipasti (von der Autorin gekocht), piemontesischen Käse und Wein.

Der Inhalt in Kürze.

Sina, Deutsche mit südländischem Blut in den Adern, arbeitet als Foodscout für einen Feinkostladen. Pünktlich zur Trüffelsaison reist sie ins italienische Trüffelmekka Alba. Doch im Paradies des weißen Goldes herrscht Flaute. Der Sommer war zu lang und zu heiß. Die Trüffel fehlen, dafür gibt es einen Toten. Und Sina ist plötzlich mitten unter den Verdächtigen.

Eingebettet in die atemberaubende Landschaft des Südpiemonts mit seinen dunklen Wäldern, abgelegenen Gehöften, eigenwilligen Bewohnern und dem mehr als maskulinen Commissario Falcone, entspinnt sich ein spannender Krimi, der nicht nur nach weißem Trüffel und blutrotem Barolo schmeckt , sondern auch nach Spannung und Verführung duftet.

Gabriele Kunkel studierte in Würzburg Kommunikationsdesign und gründete direkt danach mit Kommilitonen die Werbeagentur NeuLand, die heute in Sommerhausen ansässig ist.

2000 ereilte sie eine Berufung an die Hochschule Hannover. Seitdem lehrt sie dort visuelle Kommunikation. Und pendelt. Zwischen Würzburg, Hannover und dem Piemont. Dort haben ihr Mann Reinhart und sie vor einigen Jahren ein kleines Casa erworben.

Aus der Begeisterung für Land und Leute ist nun Kunkels erster Krimi entstanden. Ein kulinarischer versteht sich, denn diese Gegend strotze nur so vor Sinnlichkeit, sagt sie.

„Mord im Piemont“ erscheint am 04. März beim Münchner Verlag Louisoder als Hardcover, 416 Seiten.

Samstag, 13. April ab 18.00 Uhr

Kulturbeitrag 10,-€

Lotte sucht Schuh

liTrio: Ulrike Schäfer, Hanns Peter Zwißler, Martin Heberlein. Foto: Matthias Lauerbach

Wenn im nunmehr neunten Programm von liTrio Lotte Schuh sucht, darf man getrost davon ausgehen, dass mit Lotte eine Figur aus der Weltliteratur gemeint ist – und ein Schuh (mindestens) wird im Programm sicher auch gefunden werden.

Der Schweinfurter Autor Hanns Peter Zwißler bietet neben einem Auszug aus seinem jüngsten Roman „Rigolettos Hut“ Kurzprosa und – erstmals bei liTrio – einen Einblick in seine lyrische Arbeit.

Die Texte der mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichneten Würzburgerin Ulrike Schäfer sind sehr eindringlich, werden das ein oder andere Mal aber auch für Heiterkeit sorgen.

Durch den Abend führt Martin Heberlein aus Würzburg, der sich auch satirisch an verschiedenen Werkender Weltliteratur vergreifen wird.

Für die musikalischen Höhepunkte sorgt der Kulturpreisträgerder Stadt Schweinfurt, Anton Mangold, auf seinem Saxophon.

Freitag, 22. März 2019, 19.00 Uhr
 Eintritt: 10 Euro. Einlass: 18 Uhr.
Reservierung: Tel.  0931 / 13908.

Macht – Gier – Hunger

drei Worte, die bei sieben in Würzburger lebenden Autoren unterschiedliche Reaktionen auslösten. Aus den Reaktionen wurden Geschichten, formten sich Gedichte und letztendlich ein Buch. Letzteres ist eine unterhaltsam zu lesende Anthologie, teils mit regionalen Bezügen, hintergründiger Ironie so wie aberwitziger Phantasien.

Inzwischen haben sich die Autoren in der Gruppe die federWeisen zusammengeschlossen, schaffen weiter originelle Texte und organisieren Lesungen. Im Kunsthaus MICHEL lesen sie aus ihrem neuesten Buch MACHT GIER HUNGER, untermalt mit Gitarren Musik.

Freitag, 8. März. 2019  19.00 Uhr

gettogether ab 18.00 Uhr

Buchpremiere „Orangenblütenjahr“ von Ulrike Sosnitza

„Manchmal hängen Ende und Anfang so nahe beieinander wie die Blüten und Früchte am Orangenbaum.“

Foto: Gerhard Bayer

Seien Sie dabei, wenn Ulrike Sosnitza ihren neuen Roman „Orangenblütenjahr“ im Rahmen des „afternetwork“ im Kunsthaus Michel der Öffentlichkeit vorstellt.

„Nach dem Tod ihres Mannes Martin bricht Nellys Welt zusammen. Martin hatte eine Geliebte –Nellys beste Freundin – und mit ihr einen Sohn. Kurzentschlossen zieht sie vom Odenwald nach München. Alles auf Anfang, und das mit zweiundfünfzig Jahren. Sie genießt das neue Leben, ihren erwachsenen Kindern geht aber alles zu schnell. Vor allem, als auf einmal gleich drei Männer Nelly umschwärmen, dabei hat sie doch eigentlich genug von der Liebe …“

Von der Autorin von „Novemberschokolade“ und „Hortensiensommer“.

Freitag, 15.3.2019

Einlass zum afternetwork zu einem Glas Wein und Gesprächen mit der Autorin ist um 18 Uhr, die Lesung beginnt um 19 Uhr. Kulturbeitrag: 10 Euro.

Herbert Ludwig

Herbert Ludwig ist vermutlich den meisten Theaterinteressierten ein Begriff.

Als Valentin, als Boandlkramer und als Rosendorfers Säulenheiliger dürfte er ebenso in Erinnerung sein wie als Jupiter in Kleist’s „Amphytrion“ oder als Einstein in Dürrenmatts „Die Physiker“.

Dass er auch schriftstellerisch tätig war, ist vielleicht weniger bekannt. Aus seinen – mit zumeist autobiographischen – Kurzgeschichten angefüllten 5 Büchern liest er und garniert sie musikalisch mit thematisch einigermaßen passenden Liedern.

 

 

 

Freitag, 15. Februar 2019

Beginn 19.00 Uhr

gettogether ab 18.00 Uhr

„Eigenes und Fremdes“

Unter diesem Motto beehrt uns

Daniel Liest

am 1. Februar.

 

Neben eigenen Texten und seinen Lieblingsstücken aus Literatur und Journalistik, wird uns Daniel Liest auch teilhaben lassen, wie er zu seinem Künstlernamen kam.

Inhaltlich wird die deutsche Gegenwartsliteratur im Fokus stehen.

Zudem wird er umfangreich aus acht Jahren Lesungen in Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Künstlern und seinen Soloprojekten berichten.

 

Wir freuen uns auf einen unterhaltsamen und anekdotenreichen Abend.

Freitag, 1. Feb. 2019

Beginn 19.00 Uhr

get together ab 18.00 Uhr

Kulturbeitrag 10,-€

Gisela Groh

Wilhelm Busch in Wort und Bild

Lesung

Rührend schönen Herzgeschichten, Die ihm vor der Seele schweben, davon weiß der Dichter zu berichten. Wovon aber soll er leben?

Was er fein zusammenharkte, Sauber eingebundne Werklein, Führt er eben auch zum Markte Wie der Bauer seine Ferklein.

Auch Wilhelm Busch, der lachende Pessimist,

hat seine Werke zum Markte getragen

und noch heute, 110 Jahre nach seinem Tod,

genießen Erwachsene die einfallsreiche Verskunst

und Kinder, die noch nicht lesen können,

belustigen sich an Buschs drastischen Zeichnungen.

Zu Skizzen, Zeichnungen, Bildergeschichten

und Gemälden von Wilhelm Busch

liest Gisela Groh

aus Buschs Selbstbiografie

„Von mir über mich“

 

 

Freitag, 25. Januar 2019

Beginn 19.00 Uhr

gettogether ab 18.00 Uhr

In der Bahnhofsgaststätte

Umsteigen mit Genuss

Seit es die Eisenbahn gibt, gehört zum Reisen auch das Speisen dazu: nicht nur in den MITROPA-Speisewagen, sondern auch auf den Unterwegs-Bahnhöfen. Bahnhofsgaststätten und -restaurants waren Orte kulinarischen Genusses (oder zumindest eines späten Bieres), aber auch der frohen Begegnungen und traurigen Trennungen, der heimatlichen Sehnsüchte und heimlichen Fluchten, vieler kleiner Begebenheiten und besonderer Ereignisse (z. B. das unerwartete Auftauchen Wolfram Siebecks in den Würzburger Bahnhofsgaststätten … ). Heute, da man mit dem Coffee-to-go durch die Bahnhofshalle stürmt, ist dies kaum noch zu erleben.

Guido Fuchs führt mit zahlreichen literarischen Reminiszenzen  auf launige Weise zurück in eine vielfach versunkene Welt des Reisens und Speisens.

Freitag, 8. Feb. 2019  19.00 Uhr

gettogether ab 18.00 Uhr

Josef Versl – die Ausstellung

Josef Versl

Der Landschaftsmaler Josef Versl (1901 – 1993) wurde bekannt durch seine künstlerische Wiedergabe unterfränkischer Dörfer, Städte und Waldwege. Durch unterschiedliche Mal- und Zeichentechniken schaffte er es, der Natur immer wieder neue und veränderte Eindrücke abzugewinnen. Besonders seine Werke der 60er/ 70er Jahre zeugen von einer Umgebung, welche noch kaum von Industrie und Wohnbauten berührt war. Dieser bereits vergangene Zustand, welcher in seinen Bildern thematisiert wird, trägt einen kleinen Teil zur unterfränkischen Landesgeschichte bei und lässt einheimische Generationen zurück erinnen.

Überzeugen Sie sich selbst von Versls künstlerischer Vielfalt und treten Sie mal einen Schritt zurück um sich in Ruhe mit der Mainfränkischen Landschaft der vergangenen Jahrzehnte auseinander zu setzen.

Eintritt frei

Ausstellungsdauer: 26.1.19 – 31.3.19

Führungen        
26.01.2019 Allgemeine Führung 18:00 Uhr 60 min Spende
30.01.2019 Allgemeine Führung 18:30 Uhr 60 min 10€ / 5€
07.02.2019 Senioren Führung 16:00 Uhr 60 min 7€ / 10€
14.02.2019 Maltechnik Workshop 18:30 Uhr 120 min 50 €
23.02.2019 Kinder Workshop 10:00 Uhr 120 min kostenlos
27.02.2019 Allgemeine Führung 18:30 Uhr 60 min 10€ / 5€
07.03.2019 Senioren Führung 16:00 Uhr 60 min 7€/ 10€
14.03.2019 Maltechnik Workshop 18:30 Uhr 120 min 50 €
23.03.2019 Kinder Workshop 10:00 Uhr 120 min kostenlos
28.03.2019 Allgemeine Führung 18:30 Uhr 60 min 10€ / 5€

Um Anmeldung wird gebeten: 0931 13908 oder info@kunsthaus-michel.de

 

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