liTrio! Das Beste aus zehn Jahren

liTrio, das sind eigentlich vier. Drei Autoren aus der Region und ein ausgezeichneter Musiker, der die Texte der Poeten musikalisch aufgreift.

So unterschiedlich die Autoren auch sind – der stimmgewaltig erzählende Romancier Hanns Peter Zwißler, die eindringliche und geschliffen formulierende Prosaistin Ulrike Schäfer und der ironisch-freche Lyriker Martin Heberlein –, seit zehn Jahren gelingt es der Künstlergruppe, ein vielfältiges, in sich stimmiges und höchst kurzweiliges Programm auf die Bühne zu bringen.

Zum runden Bühnenjubiläum fügt Martin Heberlein als Moderator die besten Texte der letzten zehn Jahre zu einem abwechslungsreichen und zugleich in sich geschlossenen literarisch-musikalischen Abend. Komplettiert wird das Jubiläum durch den Jazz-Saxophonisten Anton Mangold.

nun schon unsere Mischung aus Prosa und Lyrik, aus Ernst und Satire.

Foto: Thomas Stadler

Zur Feier des zehnjährigen Bestehens stellen wir 2020 ein Best-of-Jubiläumsprogramm zusammen.

Komplettiert werden die Veranstaltungen abermals durch den preisgekrönten Jazz-Musiker Anton Mangold

Anton Mangold. Foto: privat

Hanns Peter Zwißler, geb. 1946, lebt in Schweinfurt. Zu seinen Veröffentlichungen zählen sechs Romane, zuletzt 2018 „Rigolettos Hut“.

Sein Roman „Die Kunst des Scharfrichters und der Nutzen des Schafotts“ wurde 2012 für den Sir Walter Scott Preis nominiert.

Ulrike Schäfer, geb. 1965, lebt in Würzburg. Für ihre Prosa und Dramatik erhielt sie u. a. den Würth-Literaturpreis, den Leonhard-Frank-Preis

und den Kulturförderpreis der Stadt Würzburg.

Martin Heberlein, geb. 1953, lebt in Würzburg. Er schreibt Satiren, Kurzprosa und Lyrik. 2018 trat er mit seinen Faust-Travestien beim Faust-Fest

am Theater am Neunerplatz in Würzburg auf.

Anton Mangold, geb. 1991, lebt in Würzburg. Er studierte Musik in Köln und Würzburg mit den Hauptfächern Harfe und Jazzsaxophon.

Mit seinem Anton Mangold Quartett gewann er 2017 den Jungen Deutschen Jazzpreis. Im gleichen Jahr wurde ihm der Kulturpreis der Stadt Schweinfurt verliehen.

6.3.2020

19.00 Uhr Einlass 18.00 Uhr

Kulturbeitrag: 10,- €

Reservierung: Tel.  0931 / 13908

Sandra Niermeyer – Krimi-Adventskalender mit Galgenhumor

Foto: Rita Vollmuth

Am 20. November 2020 liest Sandra Niermeyer aus zwei Adventskrimis.

Mörderischer Engel

Ein Mord in einem Hotel, eine Harfenspielerin, ein steinerner Engel und ein verliebter Kommissar. Und ein Privatdetektiv, der einen schmutzigen Ehebruch aufklären soll, aber ziemlich schnell zur Leiche wird. Sandra Niermeyers Adventskrimi ist ein mörderischer Reigen, in dem jeder jeden verdächtigt. Viel Zeit bleibt nicht bis Weihnachten, um den verzwickten Fall aufzuklären …

Ein spannender Krimi-Adventskalender mit Galgenhumor in 24 Episoden

Eisiger Tanz

Ein zugefrorener See. Zwei Teenager tanzen Tango auf dem nächtlichen Eis. Eine Hütte im Wald. Gehörte die nicht zu einem längst geschlossenen Kindergarten? Und sind es wirklich nur ein paar hundert Meter bis dorthin, wo offenbar keine Verbindung zur Außenwelt besteht? Sie rennen um ihr Leben. Die Zeit ist aufgebraucht … 

Ein gruselig unterhaltsames Adventsvergnügen für Fans von Gruselgeschichten.

Veröffentlichungen:

Kinder:


Neu ab 21. Januar 2020: „Neun Tage mit Okapi“ – illustrierter Kinderroman – Magellan Verlag ISBN 978-3-7348-4150-7


„Stolz wie Paule“ – Bilderbuch – Magellan Verlag ISBN 9783734820434 (erscheint auch auf Finnisch)

„Der kleine Fehlerkobold“ – Erstlesebuch – Albarello Verlag ISBN 9783865591098

Erwachsene:

Neu ab Oktober 2020: „Eisiger Tanz. Eine Schauergeschichte“ Verlag: arsEdition

„Mörderischer Engel“ – Eine Advents-Krimi-Geschichte in 24 Teilen – Verlag: arsEdition ISBN 9783845830513

Sandra Niermeyer, geboren 1972 in Melle/Niedersachsen, lebt nach vielen Jahren in Bielefeld nun mit ihrer Familie in der Nähe von Würzburg. Sie schreibt Kurzgeschichten, Erzählungen und Kolumnen für Anthologien, Zeitungen und Zeitschriften. Sie erhielt mehrere Literaturpreise, zum Beispiel den Würth-Literaturpreis der Tübinger Poetikdozentur (2002), den  Förderpreis Literatur der Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Kulturarbeit (2002), den  Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Künstlerinnen und Künstler in der Sparte Dichtung und Schriftstellerei (2003), den  Marlen-Haushofer-Literaturpreis der Stadt Steyr (2007). Zweimal war sie für den Friedrich-Glauser-Kurzkrimi-Preis nominiert (2004 und 2006).

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30 Tickets verbleibend.

10.00

michael blümel: „wüstenstiere“

Ausstellungseröffnung 24.Januar 2020 19.00 Uhr

zugegeben, bis vor wenigen jahren kannte michael blümel den schriftsteller jehuda amichai lediglich aufgrund der lektüre einiger seiner gedichte sowie seiner lebens-daten bzw. biographischen ereignisse – ergo marginal. dies änderte sich 2017 aufgrund der in diesem jahr angekündigten lesungs- u. veranstaltungsreihe „würzburg liest ein buch“, die jehuda amichai, einem sohn der stadt würzburg, im darauffolgendem jahr einmal mehr ehrte.

jehuda amichai (eigentlich ludwig pfeuffer) geboren 1924 in würzburg, war ein deutsch-israelischer lyriker. er gilt als einer der meistgelesenen und bedeutendsten modernen israelischen dichter und war einer der ersten, die in umgangssprachlichem hebräisch schrieben.

1935 wanderte jehuda amichai mit seiner familie nach palästina aus. dort wählte er nach dem holocaust im jahre 1946 den neuen namen, der bedeutet: „mein volk lebt”.

die im kunsthaus michel erstmals präsentierten werke (linol- u. vinylschnitte, mischtechniken, unikatbücher sowie acrylbilder) gehören zu einem umfangreichen bilderzyklus, an dem michael blümel seit dem jahr 2017 parallel arbeitet. diese werke entstanden nach zahlreichen gedichten und erzählungen amichais, sowie seinem roman „nicht von jetzt, nicht von hier“ (erstmals erschienen 1963 in israel und 1992 ins deutsche übersetzt) der abwechselnd in israel und „weinberg“ (würzburg) spielt. darin verarbeitet j. amichai seine würzburger jugend, die verbrechen und gräueltaten der nationalsozialisten sowie die dortige nachkriegszeit. erst im jahr 1958 besuchte jehuda amichai erstmals seine heimatstadt.

1981 erhielt j. amichai den kulturpreis der stadt würzburg

und 1982 den israel-preis für seine verdienste um die modernisierung der hebräischen lyrik.

er starb im jahr 2000 in israel.

im Jahr 2005 benannte jehuda amichais geburtstadt würzburg eine straße nach dem dichter.

wer neugierig geworden sein sollte: j. amichais gedichte, erzählungen sowie sein roman, sind in buchform entweder antiquarisch oder im gegenwärtigen buchhandel erhältlich.

die arbeitsweise- u. arbeitsschwerpunkte des künstlers michael blümel sind oftmals sehr stark mit literarischen quellen verbunden. schon im alter von 13 jahren illustrierte der bis heute leidenschaftliche leser bücher wie, z.b. künstlerbiographien van goghs, leonardo da vincis, michelangelos, usw.. und noch weit vor beginn seines studiums widmete sich blümel vielen internationalen klassikern, darunter befanden sich victor hugo, rimbaud, goethe, schiller, hölderlin, u.a.m.

michael blümel arbeitet vorwiegend mit herkömmlichen techniken und materialien, dennoch brechen experimentelle momente durch, wo der künstler den betrachter aufgrund annähender chaotischer und unruhiger strukturen zunächst einmal zu irritieren versucht. „mich reizt es nicht ein bild nach 3 sekunden zu entschlüsseln“, sagt blümel. und so ist es auch, dem geduldigen und aufmerksamen betrachter entschlüsseln sich die werke stück für stück.

der künstler arbeitet sehr eruptiv, tanzend, beschwingt, doch dies soll keineswegs über das vorweg konzentrierte, intensive eintauchen der gelesenen und geradezu aufgesogenen texte hinwegtäuschen. was michael blümel besonders reizt ist das spannungsspektrum zwischen 1:1-wiedergegebenen szenen und den weitest entfernten interpretationen, „den ureigensten empfindungen, die sich mir während der lektüre offenbaren“.

in der regel beschäftigt sich der künstler – sofern ihm der/die schriftsteller/in zuvor unbekannt ist, zunächst mit der biographie bzw. den lebensumständen, dann

peu à peu mit dem werk um danach in 3-4 schritten voranzuschreiten, manchmal auch vorzutasten. der erste schritt sind skizzen oder schon ausgearbeitete zeichnungen, die blümel mitunter direkt in die im buchhandel oder antiquarisch erhältlichen bücher einfügt, ohne rücksicht auf textseiten. auf diese weise entstanden bisher über 400 derartiger „unikatbücher“, so auch während der arbeit nach und über jehuda amichai. der zweite schritt umfasst mischtechniken, wobei das zeichenmaterial tusche gerne dominiert. der dritte schritt wird malerisch vollzogen und der vierte schritt beinhaltet drucktechnische umsetzungen.

all diese schritte wurden auch bei der bearbeitung von jehuda amichais werken intensiv angewendet.

ferner tritt blümel seit vielen jahren während lesungen, konzerte, (buch)messen, symposien, etc. als live-aktionszeichner- u. maler in erscheinung, dabei kommt ihm die eruptive arbeitsweise sehr entgegen. die bisherige resonanz ist ausgesprochen positiv.

im rahmen der vernissage wird michael blümel nach vorgetragenen gedichten von jehuda amichai live zeichnen.

vita:

1967 geboren in bad mergentheim,

studium der philosophie und kunstgeschichte in mannheim und freiburg i. brsg..

studium: grafikdesign/visuelle kommunikation/illustration und buchgestaltung

an der hochschule für kunst und design, freiburg i.brsg.

1996 diplomabschluss als grafikdesigner, illustrator und buchgestalter;

abschlussarbeit für den suhrkamp verlag (gesamtgestaltung und illustration der

damaligen gesamtwerke der schriftsteller peter handke und thomas bernhard).

seit 1996 freischaffend tätig als künstler und dozent für: verlage, autoren, museen,

kommunen, dienstleister, unternehmen, stiftungen, vereine, staatliche- u. private schulen, usw..

lebt in bad mergentheim und zeitweise in südfrankreich.

zahlreiche werke befinden sich in internationalen öffentlichen- u. privaten sammlungen und museen:

– kunstsammlungen reinhold würth

– schiller-nationalmuseum und literaturmuseum der moderne, marbach a.n.

– james joyce foundation, dublin

– deutschordensmuseum, bad mergentheim

– kunstsammlungen der sparkassen leipzig, dresden und berlin

– kleist-museum, frankfurt(oder)

– franz kafka-gesellschaft

– annette von droste-gesellschaft e.v., münster

– sammlung ourcival, toulouse, cahors

– u.v.a.m.

Herbert Ludwig

Geschichten um Speis und Trank

mit ebensolchem Gesan(k)g

Geschichten zu diesem Thema von Stefan Heym bis Carl Zuckmayer liest Herbert Ludwig und garniert die angebotenen Köstlichkeiten mit passenden Liedern.

Dass es dabei vornehmlich fröhlich zugeht, liegt in der Natur der Sache.

Herbert Ludwig

ist vermutlich den meisten Theaterinteressierten ein Begriff.

Als Valentin, als Boandlkramer und als Rosendorfers Säulenheiliger dürfte er ebenso in Erinnerung sein wie als Jupiter in Kleist’s „Amphytrion“ oder als Einstein in Dürrenmatts „Die Physiker“.

Dass er auch schriftstellerisch tätig war, ist vielleicht weniger bekannt. Aus seinen – mit zumeist autobiographischen – Kurzgeschichten angefüllten 5 Büchern liest er und garniert sie musikalisch mit thematisch einigermaßen passenden Liedern.

Freitag, 17.Jan. 2020  19.00 Uhr

Einlass 18.00 Uhr

Kulturbeitrag: 10 €.

Telefon: 0931-13908 oder info@kunsthaus-michel.de.

Der Online-Ticketverkauf zu dieser Veranstaltung ist geschlossen.