Aus dem Leben eines Maschinen-Dompteurs

Prosa mit Tinte und Maschinenöl

Schreibstift, Schweißgerät und Schraubenschlüssel – es ist nicht viel was Magnus Kuhn zur Umsetzung seiner Ideen braucht. Anregungen dazu waren reichlich vorhanden. Da gab es zunächst eine abwechslungsreiche Berufstätigkeit mit Ereignissen, die manchmal völlig aus dem Ruder liefen. Aber auch viele menschliche Begegnungen haben ihn nachhaltig geprägt.

Foto: Michael Ehlers

Damit diese Erlebnisse nicht in Vergessenheit geraten, hat Kuhn zu Bleistift und Papier gegriffen. Viel Skurriles hat er aufgeschrieben und zu Kurzgeschichten zusammengefasst.

Ganz beiseitelassen konnte Kuhn aber die Vorliebe für den Maschinenbau nicht. Bei seinen Konstruktionen, den „Pseudomaschinen“ wie er sie nennt, geht es nicht darum, irgendeinen Produktionsprozess rationeller zu gestalten. Sie sollen die närrischen Wiederholungen menschlichen Verhaltens wie ein einem gut geölten Marionetten Theater sichtbar machen.

Bei der Lesung von Kurzgeschichten kommen auch seine Pseudomaschinen zu Einsatz. Er befreit sie aus ihren Stahlblechkäfigen und lässt ihren Bewegungen freien Lauf.

Foto: Katrin Heyer

Wer alle Sinne aktivieren will, wer nicht nur zuhören sondern auch zusehen will, für den sind Kuhns all inclusive Präsentationen genau das Richtige.

13.3.2020

19.00 Uhr

Einlass 18.00 Uhr

Der Online-Ticketverkauf zu dieser Veranstaltung ist geschlossen.

Unerhört Fagott

Ulrike Fröhling, Fagott

Thomas Peter-Horas, Akkordeon – Komposition

Wie in vielen Bereichen unseres Lebens erleichtert uns auch in der Musik ein „Denken in

Schubladen“ die Verarbeitung einer großen Anzahl von Sinneseindrücken. Das ist in der Regel

praktisch und hilft uns bei der Orientierung. Allerdings lohnt es sich, diese Schubladen als

Begrenzungen wahrzunehmen und regelmäßig in Frage zu stellen. Bei Unerhört Fagott beginnt

dies schon bei der ungewöhnlichen Besetzung: Bereits nach wenigen Takten Unerhört Fagott  wird klar, dass es keine klanglichen Argumente gegen die Kombination von Fagott und Akkordeon gibt.

Die Musik von Unerhört Fagott  wehrt sich erfolgreich gegen jegliches Schubladen-Denken:

So verwendet Thomas Peter-Horas in seinen Kompositionen häufig Versatzstücke aus akkordeontypischen Genres und schafft auf diese Weise eine vertraute musikalische Umgebung.

Der Zuhörer wird dann allerdings in eine außergewöhnliche Klangwelt entführt, die ihn das scheinbar Vertraute völlig neu erleben lässt.

Die klassische Ausbildung als Musiker haben Thomas Peter-Horas (Akkordeon, Klavier, Komposition) und Ulrike Fröhling (Fagott) u.a. an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt absolviert.

Als Duo Unerhört Fagott haben Fröhling  und Peter-Horas vor ungefähr 15 Jahren begonnen, das klassische Repertoire für Klavier und Fagott zu erschließen (Saint-Saens, Tansman etc.). Durch einen Zufall stellte sich heraus, wie gut die Kombination von Akkordeon und Fagott klingt. Daraufhin begann das Duo, mit dieser Instrumentenkombination zu experimentieren. Da es praktisch keine Literatur für diese Besetzung gab, besteht das Programm ausschließlich aus eigenen Kompositionen und Arrangements.  

Im Kunsthaus Michel wird Unerhört Fagott bei der Ausstellungseröffnung von René Lang seine neue CD Das Leichte Leben vorstellen, auf der u.a. auch das „Bass-Akkordeon“ eine wichtige Rolle spielt. Wie sich das alles anhört? Es gibt nur einen Weg, das herauszufinden…

Samstag 7. März 19.00 Uhr
 

Da die Anzahl der Sitzplätze begrenzt ist, bitten wir um Reservierung über das Anmeldeformular bzw. telefonisch unter 0931 13908

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

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