„Eigenes und Fremdes“

Unter diesem Motto beehrt uns

Daniel Liest

am 1. Februar.

 

Neben eigenen Texten und seinen Lieblingsstücken aus Literatur und Journalistik, wird uns Daniel Liest auch teilhaben lassen, wie er zu seinem Künstlernamen kam.

Inhaltlich wird die deutsche Gegenwartsliteratur im Fokus stehen.

Zudem wird er umfangreich aus acht Jahren Lesungen in Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Künstlern und seinen Soloprojekten berichten.

 

Wir freuen uns auf einen unterhaltsamen und anekdotenreichen Abend.

Freitag, 1. Feb. 2019

Beginn 19.00 Uhr

get together ab 18.00 Uhr

Kulturbeitrag 10,-€

Gisela Groh

Wilhelm Busch in Wort und Bild

Lesung

Rührend schönen Herzgeschichten, Die ihm vor der Seele schweben, davon weiß der Dichter zu berichten. Wovon aber soll er leben?

Was er fein zusammenharkte, Sauber eingebundne Werklein, Führt er eben auch zum Markte Wie der Bauer seine Ferklein.

Auch Wilhelm Busch, der lachende Pessimist,

hat seine Werke zum Markte getragen

und noch heute, 110 Jahre nach seinem Tod,

genießen Erwachsene die einfallsreiche Verskunst

und Kinder, die noch nicht lesen können,

belustigen sich an Buschs drastischen Zeichnungen.

Zu Skizzen, Zeichnungen, Bildergeschichten

und Gemälden von Wilhelm Busch

liest Gisela Groh

aus Buschs Selbstbiografie

„Von mir über mich“

 

 

Freitag, 25. Januar 2019

Beginn 19.00 Uhr

gettogether ab 18.00 Uhr

In der Bahnhofsgaststätte

Umsteigen mit Genuss

Seit es die Eisenbahn gibt, gehört zum Reisen auch das Speisen dazu: nicht nur in den MITROPA-Speisewagen, sondern auch auf den Unterwegs-Bahnhöfen. Bahnhofsgaststätten und -restaurants waren Orte kulinarischen Genusses (oder zumindest eines späten Bieres), aber auch der frohen Begegnungen und traurigen Trennungen, der heimatlichen Sehnsüchte und heimlichen Fluchten, vieler kleiner Begebenheiten und besonderer Ereignisse (z. B. das unerwartete Auftauchen Wolfram Siebecks in den Würzburger Bahnhofsgaststätten … ). Heute, da man mit dem Coffee-to-go durch die Bahnhofshalle stürmt, ist dies kaum noch zu erleben.

Guido Fuchs führt mit zahlreichen literarischen Reminiszenzen  auf launige Weise zurück in eine vielfach versunkene Welt des Reisens und Speisens.

Freitag, 8. Feb. 2019  19.00 Uhr

gettogether ab 18.00 Uhr

Josef Versl – die Ausstellung

Josef Versl

Der Landschaftsmaler Josef Versl (1901 – 1993) wurde bekannt durch seine künstlerische Wiedergabe unterfränkischer Dörfer, Städte und Waldwege. Durch unterschiedliche Mal- und Zeichentechniken schaffte er es, der Natur immer wieder neue und veränderte Eindrücke abzugewinnen. Besonders seine Werke der 60er/ 70er Jahre zeugen von einer Umgebung, welche noch kaum von Industrie und Wohnbauten berührt war. Dieser bereits vergangene Zustand, welcher in seinen Bildern thematisiert wird, trägt einen kleinen Teil zur unterfränkischen Landesgeschichte bei und lässt einheimische Generationen zurück erinnen.

Überzeugen Sie sich selbst von Versls künstlerischer Vielfalt und treten Sie mal einen Schritt zurück um sich in Ruhe mit der Mainfränkischen Landschaft der vergangenen Jahrzehnte auseinander zu setzen.

Eintritt frei

Ausstellungsdauer: 26.1.19 – 31.3.19

Führungen        
26.01.2019 Allgemeine Führung 18:00 Uhr 60 min Spende
30.01.2019 Allgemeine Führung 18:30 Uhr 60 min 10€ / 5€
07.02.2019 Senioren Führung 16:00 Uhr 60 min 7€ / 10€
14.02.2019 Maltechnik Workshop 18:30 Uhr 120 min 50 €
23.02.2019 Kinder Workshop 10:00 Uhr 120 min kostenlos
27.02.2019 Allgemeine Führung 18:30 Uhr 60 min 10€ / 5€
07.03.2019 Senioren Führung 16:00 Uhr 60 min 7€/ 10€
14.03.2019 Maltechnik Workshop 18:30 Uhr 120 min 50 €
23.03.2019 Kinder Workshop 10:00 Uhr 120 min kostenlos
28.03.2019 Allgemeine Führung 18:30 Uhr 60 min 10€ / 5€

Um Anmeldung wird gebeten: 0931 13908 oder info@kunsthaus-michel.de

 

Christiane Wirtz

Neben der Spur

Wenn die Psychose die soziale Existenz vernichtet
Eine Frau erzählt

Sie ist 34, als plötzlich die erste Psychose auftritt. »Schizophrenie« lautet die Diagnose. Diese schwere Krankheit von großer Zerstörungskraft ist nach wie vor stark angst- und schambehaftet, und es herrscht große Unkenntnis, obwohl Millionen Menschen in Deutschland von ihr direkt oder indirekt betroffen sind. Die sozialen Konsequenzen dieser Mischung aus Krankheitsfolgen, Unkenntnis und Ablehnung bekommt Christiane Wirtz grausam zu spüren. Sie verliert alles: Job, Freunde, Eigentumswohnung, Altersvorsorge. Das Leben war vorbei. Aber darf die Gesellschaft zulassen, dass Menschen so tief fallen?

Wirtz erzählt, wie sie komplett abrutschte, lässt Ärzte, Psychologen, Anwälte, Eltern, ehemalige Kollegen zu Wort kommen. Sie fordert eine breite Debatte über psychische Krankheiten, ein Ende der Diskriminierung. Sie appelliert an die soziale Verantwortung der Gesellschaft. Ihre Botschaft an die Betroffenen: Lasst Euch nicht stigmatisieren. Und an die anderen: Baut Vorurteile ab und erkennt, dass eine Krankheit Menschen nicht aussondern darf, dass sie während und nach einer Psychose Solidarität verdienen.

Zur anschließenden Diskussion dürfen wir Prof. Dr. med. Jürgen Deckert  Uni – Würzburg und Klaus Miller Leiter Sozialpsychiatrischer Dienst begrüßen.

Freitag, 14.12.18

Einlass 18.00 Uhr – Beginn 19.00 Uhr

Kulturbeitrag 10,-€

 

Abiball – Meine Familie am Rande der Reifeprüfung

Georg Koeniger

liest aus seinem neuen Buch:

 

Freitag, 7.12.18

19.00 Uhr

Kulturbeitrag 10,- €

 

„Abiball – Meine Familie am Rande der Reifeprüfung“

 

„Papa, ziehst du bitte eine Krawatte an?“ Beim Abiball muss die Inszenierung perfekt sein, egal wie stressig die Zeit rund um den Schulabschluss war. Da werden die Lackschuhe auf den Smoking abgestimmt, Siebzehnjährige ins Ballkleid genäht und lässige Kumpel-Väter dem Krawattenzwang unterworfen.  Mit einem lachenden Auge, einem weinenden Auge und einer kneifenden Anzughose schleppt sich Georg Koeniger auf den Abiball seines Sohnes, der chaotisch beginnt und tränenreich endet und den Leser immer wieder zum Lachen bringt. Der Vater begegnet dort zum ersten Mal der großen Liebe des Sohnes, am Patch-Work-Elterntisch stiftet er unfreiwillig Chaos und erlebt bei den peinlichen Reden des Lehrkörpers eine Zeitreise in die eigene Vergangenheit.

In die Zeit der eigenen Abitur-Feier, die er – vaterlos aufgewachsen und rebellisch- mit einem  vordergründig politisch motivierten Sabotageakt unterminiert und in die Zeit, als er seinen verloren geglaubten Vater wiederfindet, nur um ihn kurz darauf sterben zu sehen.

Allen Spießigkeitsschüben des Nachwuchses zum Trotz lernt er an diesem besonderen Abend aber vor allem eines: dass Vater und Sohn sich nie verlieren.

 

Das schreibt die Presse über Koenigers Lesungen:

 

„Es ist einer jener Abende, an dem die Besucher die voll besetzte Buchhandlung Osiander mit einem glücklichen Lächeln im Gesicht verlassen.

Der Grund ist ein zweistündiges Pointenfeuerwerk, gezündet von dem in Münster aufgewachsenen r Georg Koeniger. Er liest und erzählt nicht nur mit scharfer Zunge und vollem Körpereinsatz, er nimmt auch die Gitarre zur Hand.

Koeniger ist vielseitig und schlagfertig im Wortwechsel mit dem Publikum. So viel ist bei einer Autoren-Lesung schon lange nicht mehr gelacht worden.“

Südwestpresse

 

„Koeniger las in kreativem Wechsel aus seinem Buch und streute einige launige Gesangsnummern ein. Intelligente Blödelei mit wahrem Kern!“

 

 

 

 

 

 

Kulturmedaille der Stad Würzburg für das Kunsthaus

Medaillen für engagierte Kulturschaffende

(Pressemitteilung der Stadt Würzburg)

Ihnen allen ist eines gemein: Sie setzen sich seit vielen Jahren für die Würzburger Kulturszene ein und prägen sie in besonderem Maße. Für ihr Engagement um das kulturelle Leben in Würzburg wurden Gerd Michel, der Chor „Menora“ und das Theater Spielberg mit der Kulturmedaille der Stadt Würzburg ausgezeichnet.
Eine Stadt könne nur so attraktiv und lebenswert sein, wie sie von ihren Bürgerinnen und Bürgern gestaltet und weiterentwickelt werde, hob Kulturreferent Achim Könneke hervor: „Wenn sich eine Kulturstadt wie Würzburg nicht nur über ihr kulturelles Erbe definiert, dann ist Kulturstadt vor allem ein Anspruch und Ziel. Das Zertifikat Kulturstadt muss man sich immer wieder neu mit Projekten, Strukturen und Visionen verdienen.“ Hierbei haben sich die Preisträger, die sich seit Jahrzehnten ehrenamtlich und gemeinwohlorientiert für das kulturelle Leben engagiert haben, verdient gemacht.
„Ich staune jeden Tag, wie viel Potenzial wir in der Stadt haben“, unterstrich auch Bürgermeister Dr. Adolf Bauer in seinem Grußwort. In Würzburg gebe es ein gutes kreatives Miteinander.
„Gerd Michel ist ein Glücksfall für diese Stadt“, betonte Laudator Daniel Osthoff. Michel, der in den 70er Jahren nach Würzburg kam und in Randersacker seine erste Ausstellung mit Radierungen gemacht hat, „hat das kulturelle Leben der Stadt angefeuert“. Seine Frau Mara und Gerd Michel hatten in der Semmelstraße vorne jeweils eine Werkstadt und hinten eine Galerie. Vorne wurde dabei jeweils verkauft und hinten – „im schönsten Hinterhof Würzburgs“ – gibt es bis heute Veranstaltungen. Doch nicht nur die eigene Galerie betreut Michel. Nachdem die städtische Galerie in den Kulturspeicher gezogen war, bespielte er das leere Gebäude mit Ausstellungen wie unter anderem von Hundertwasser. Und unter den Würzburger Veranstaltungen hat die freitägliche After-Work-Reihe einen festen Platz. „Die Michels sind eine Institution“, so Osthoff“: „Zwei Menschen, die einfach machen!“ Sichtlich gerührt nahm Gerd Michel die Medaille entgegen und bedankte sich vor allem bei seiner Familie und allen Wegbegleitern.

Foto: Dita Vollmond

Die zweite Medaille ging an den Chor „Menora“, einen professionell geführten Laienchor, dessen Mitglieder alle zwei Dinge gemeinsam haben – sie kommen aus der ehemaligen Sowjetunion und haben jüdische Wurzeln, stellte Laudatorin Annette Taigel heraus. Der Chor vermittelt dabei jüdisches, russisches und israelisches Liedgut, das nicht nur gesungen, sondern auch inszeniert wird. „Er begleitet die jüdische Gemeinde durch das Jahr und ist aus dem Gemeindeleben nicht mehr wegzudenken“, so Taigel. Mit dieser Arbeit, die ein wichtiger Beitrag zur Kultur in Würzburg sei, habe sich der Chor aber auch zur Integration selbst befähigt, erklärte die Laudatorin. „Diese Auszeichnung macht uns stolz“, bedankte sich die sichtlich gerührte Chorleiterin Marina Zismann. „Diese Ehrung wird aber auch Antrieb sein, diese Arbeit fortzusetzen“, versicherte sie unter dem Applaus der rund 200 Gäste.
Das Theater Spielberg wurde 1978 gegründet. Seitdem fasziniert der Designer und Puppenspieler Norbert Böll mit seinen selbst gefertigten Puppen Kinder und auch Erwachsene. Sein Repertoire reicht von Kaspergeschichten und Märchen bis hin zu gespielten Romanen. „Böll schlägt Funken aus unbelebten Materialien und bringt alles zum Leuchten“, beschrieb Laudatorin Dorothea Kerber die Arbeit des Puppenspielers. Er verzaubere das Publikum und bringe es zum Träumen, auf der anderen Seite versetze er seinen Zuschauern Haken und Stöße, damit sie etwas wacher aus dem Theater gehen, stellte Kerber die Verdienste des Theatermachers Böll und seines gesamten Ensembles heraus. Dieser bedankte sich bei allen, die ihn in den vergangenen vier Jahrzehnten begleitet haben, für die Unterstützung.

Mainpost 27.10.2018

DOMINIK LOMMER

 

neue Arbeiten

Eröffnung: Freitag, 23. Nov. 2018  18.00 Uhr

 

Eigentlich lag es nie in meiner Absicht zu malen. Zeichnen, Zeichnen, Zeichnen – das war meine Passion. Angestachelt und neugierig gemacht auf die Malerei haben mich neben meinen zwei Semestern Kunststudium zahlreiche Besuche der Biennale in Venedig, der Art Basel und anderer Ausstellungen. Wenn man auf der einen Seite die Kraft und Frechheit eines Julian Schnabel oder Jean-Michel Basquiat oder die Kreativität und Dichte eines Robert Motherwell, Antoni Tapies oder Robert Rauschenberg betrachtet, bekommt man Lust, Lust auf Farbe, kräftigen Duktus, Struktur, Linien und auf große Formate.

Foto: Richard Föhr

Ich experimentiere sehr gerne mit den verschiedenen Techniken, zusammengesetzte und gestaltete Bildcomposings auf dem Computer, die auf Leinwand übertragen und anschließend mit dem Pinsel und anderen Mitteln überarbeitet werden, bis eine vielschichtige, komplexe Mischung technisch und malerisch erzeugter Strukturen entsteht – eine Parallelwelt analoger und digitaler Inhalte.

Gerade in letzter Zeit fasziniert mich aber die reine Acrylmalerei. Das Abbilden zeitkritischer sowie abstrakt-informeller Inhalte bekommt durch das wiederholte Übermalen und Schichten eine haptische und visuell wahrnehmbare Tiefe, die den Bildern eine zeitliche und räumliche Intensivität verleihen. Zumeist habe ich bei den abstrakten Motiven eine formgebende Vision – ich denke mir dann das Bild „laut“, spreche mit dem Pinsel das auf Leinwand aus, was sich in meiner Vorstellung manifestiert hat. Ich liebe es in meinen Bildern zu wandern, nicht nur während der Arbeit, sondern auch nach Vollendung des Bildes. Der Wechsel von großen Farbflächen, gestischen Formen und kleinen, detailreichen Symbolen, Linien und Strukturen faszinieren mich. Ich möchte in meinen Bildern Geschichten erzählen, Geschichten die jeden zum „Nach-Schauen“ einladen.

 

 

Jemand hat einmal gesagt: Die Kunst bringt die Welt in Unordnung – so liegt an jedem Betrachter selbst entweder eine visuelle Ordnung zu schaffen, oder aber sich der malerischen Un-Ordnung meiner Arbeiten hinzugeben …

 

Ausstellungsdauer: 23.11.2018 – 15.1.2019