Unerhört Fagott

am 20.4.2018 ab 19.00 Uhr im Kunsthaus

 

 

Ulrike Fröhling, Fagott
Thomas Peter-Horas, Akkordeon + Klavier

Unerhört?

Die Musik von Unerhört Fagott

 

Wie in vielen Bereichen unseres Lebens erleichtert uns auch in der Musik ein „Denken in Schubladen“ die Verarbeitung einer großen Anzahl an Sinneseindrücken. Das ist in der Regel praktisch und hilft uns bei der Orientierung. Allerdings lohnt es sich, diese Schubladen als Begrenzungen wahrzunehmen und regelmäßig in Frage zu stellen. Bei Unerhört Fagott beginnt dies schon bei der ungewöhnlichen Besetzung.

Das Fagott ist vielen von uns sicherlich erstmals bei Prokofjews Peter und der Wolf in einer eher großväterlichen Rolle begegnet. Mit zunehmender Hörerfahung lernten wir es auch als unverzichtbares Continuo-Instrument der Barockzeit schätzen. Während wir andere Holzblasinstrumente wie Flöte und Klarinette beispielsweise auch im Jazz-Kontext wahrnehmen, sind Oboe und Fagott scheinbar fest in der „klassischen Musik“ verankert.

 

Beim Akkordeon verhält es sich hingegen genau umgekehrt: Auch wenn es in seiner heutigen Form bereits auf ein Patent aus dem Jahre 1829 von Cyrill Demian zurückgeht, sind es vor allem konzertsaalferne Genres wie Tänze, verschiedenste Formen der Volksmusik oder Seemannslieder, die wir mit diesem oft als Schifferklavier oder Quetschkommode diffamierten Instrument assoziieren. Schon nach wenigen Takten Unerhört Fagott wird jedoch klar, dass es keine klanglichen Argumente gegen die ungewöhnliche Kombination von Fagott und Akkordeon gibt.

Die Musik von Unerhört Fagott wehrt sich erfolgreich gegen jegliches Schubladen-Denken: Während sich die typischen Muster von Tango, Rumba oder Musette noch unschwer erkennen und einordnen lassen, gilt dies keinesfalls alle Kompositionen von Thomas Peter-Horas. Waren die ersten Stücke noch Adaptionen früherer Werke für Saxophon und Klavier, so entstanden mit den eigens für Unerhört Fagott geschriebenen Titeln wie z.B. RumbaMusette und Schulze schon bald Original-Kompositionen, die gezielt mit den Möglichkeiten der neuen Klangkombination spielen.

 

Alexander Marxen

„Mein rechtes Auge und andere Geschichten“

neue Arbeiten von

PETRA RAU

Ausstellungsdauer: 14.4.2018 – 4.6.2018

Petra Rau, geboren in Schweinfurt 1961, studierte Kunst in Dublin, Ireland von 1984 bis 1989 nach der Bauhaus Methode. Sie hat ihr Studium in Dublin mit Auszeichnung abgeschlossen. Petra lebte mehrere Jahren in Ireland, Italien, Spanien und Portugal und dann wieder in Ireland. Sie hatte verschiedene Ausstellungen in all diesen Ländern, Einzel-und Gruppenausstellungen. Ihre Arbeiten sind in privaten Sammlungen in den USA, China und Europa. Sie lebt jetzt einen Teil des Jahres in Würzburg und den anderen auf Menorca. Bei den neuen abstrakten Aquarellen handelt es sich um Werke die sich zum größten Teil um ihr rechtes Auge drehen. Hier versucht sie den Hergang von der Glaskörperablösung mit dem daraus folgenden Netzhautriss und den Folgeerscheinungen zu verarbeiten, immer mit der Angst das sie die Sehkraft in diesem Auge verlieren könnte.

Raoul Kaffka

Raoul Kaffka (geb. Heiler) geboren 1968 in Würzburg
1990 bis 1997 Studium an der Hochschule für Gestaltung Offenbach
Intensives Zeichnen und Malen bei Auslandsaufenthalten in Afrika 1992/93 und Mittelamerika 1994
1997 Abschluß als Diplom Designer
Selbständig seit 1997 im Bereich 3D Visualisierung
2005 Gründung und Geschäftsführung der 3D Betrieb GmbH
Seit 2015 wurde die Buntstifttechnik entwickelt und perfektioniert

Technik
Buntstift auf säurefreiem farbigem Papier, als Vorlagen dienen eigene Fotocollagen und 3D Renderings

„kunst&gesund“

Foto: Katrin Heyer

„Lichtschattengewächse“ mit Ulrike Schäfer und Philipp Schiepek

am Freitag 13.4.18 um 19.00 Uhr

 

Unter dem Titel „Lichtschattengewächse“ finden sich zwei zusammen, um gemeinsam Geschichten zu erzählen und zum Klingen zu bringen. Mit Worten, Musik und Wort-Klang-Kompositionen umkreisen die vielfach ausgezeichnete Autorin Ulrike Schäfer (zuletzt Kulturförderpreis Würzburg 2017) und der ebenfalls preisgekrönte Jazz-Gitarrist Philipp Schiepek Grenzbereiche des Lebens, den glücklichen Tanz an der Klippe.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Festivals statt, initiiert von Stadtkultur e. V. Unterstützer: Sparkassenstiftung Würzburg, Stadt Würzburg, Kulturfonds Bayern.

Einlass: 18 Uhr.

Kulturbeitrag: 8 Euro.
Reservierung: Tel. 0931 / 13908, E-Mail info@kunsthaus-michel.de.

 

 

 

„Jung. Macht. Geschichten“.

Autorenlesung mit

Johannes Jung

am Freitag, 27.April 2018 um 19.00 Uhr

„Jung. Macht. Geschichten“.

Es sind witzige, skurrile, ernste, tiefe, kriminelle, manchmal auch ganz normale, fast immer aber kurze Geschichten, die Johannes Jung schreibt.

Und wenn er sie liest, dann in witziger, skurriler, ernster, tiefer, manchmal auch in ganz normaler, fast immer aber in ziemlich kurzweilige Weise.

Reservierungen unter info@kunsthaus-michel.de

 

Kulturbeitrag 8,- €

Bilder sind eingefangene Träume

Bilder sind eingefangene Träume – ohne Rahmen würden sie davonfliegen

der Kunst einen Rahmen geben!  

Jedes Kunstwerk besitzt eine eigene Ausstrahlung. Das erfordert bei der Auswahl des optimalen Rahmens und des Passepartouts langjährige Erfahrung und Fingerspitzengefühl.
Im Kunsthaus Michel finden Sie beides.

Galerie und Bilderrahmen nach Maß

In der Galerie zeigt das Kunsthaus Michel Bilder und Plastiken,
in seiner Fach-Werkstatt kümmert sich Gerd Michel selbst

um die individuelle, langlebige und qualitätssichere Einrahmung

IHRER Bilder.
Ihre Wünsche haben höchste Priorität.

2500 Rahmen-, 400 Passepartout-, 4 Bildergläser-Möglichkeiten
Entspiegeltes Museumsglas oder normales Bilderglas?
Sachliche Aluminiumrahmen oder Holzleisten?

Folienleisten oder Echtsilber/Echtgold?
Kastenrahmung für Objekte, Schattenfugenrahmung für Unikate

oder ganz schlicht?

wir helfen Ihnen, die richtige Entscheidung für Ihr Bild zu finden

Schwellenangst ?
im Kunsthaus Michel gilt keine „Schwellenangst“. Kommen Sie einfach mal vorbei, informieren Sie sich vor Ort, genießen Sie Kunstwerke, Kaffee und den schönstem Innenhof Würzburgs in der Semmelstraße 42

Ich freue mich auf Sie

 

Reinhard Dachlauer

Reinhard Dachlauer (* 17. November 1922 in Frankfurt am Main; † 16. Februar 1995 in Würzburg) ist ein deutscher Bildhauer.

Er galt als ein bedeutender Tierplastiker der Gegenwart.

 

 

2008 Galerie Kunsthaus-Michel

2015 Kunsthaus Michel wohl letzte Ausstellung in der so umfangreich die Arbeiten von Reinhard Dachlauer gezeit werden.

 

sonstige Ausstellungen / Dauerausstellungen u.a.

  • Schweinfurt Städt. Galerie; Kunsthaus-Michel Schweinfurt
  • Würzburg Kulturspeicher; Landes-Gartenschau; Foyer der Deutschen Bank; Foyer des Mainfränkischen-Theaters; Kunsthaus-Michel Würzburg
  • Hofheim Stadtmuseum
  • Düren Sparkasse Eff.-Abteilung
  • Berlin Zoologischer Garten
  • Münster/Westf. Allwetterzoo
  • Grafenau/Bayr. Wald neben Nationalparkamt
  • Frankfurt Börse

Ehrungen und Auszeichnungen

  • 1963 Aufnahme in den Berufsverband Bildender Künstler,
  • 1970 Mitglied im Bund Fränkischer Künstler,
  • 1988 Düker-Design-Preis,
  • 1989 Kulturpreis der Stadt Würzburg.

Gerd Michel Beautiful People

„Beautiful People“

 

Wenn Sie die Suchmaschine Google mit dem Begriff Beautiful People füttern, stoßen Sie mit dem ersten Treffer auf ein „Online dating for beautiful people only“, auf eine Partnerbörse und Community , die ausschließlich gut aussehende Menschen vorbehalten ist. Gerd Michels Wunderschöne, die in seiner neuen Ausstellung zu sehen sind, brauchen keine neuen Partner. Liz Taylor, die den Umschlag des Kataloges ziert, war bekanntlich acht mal verheiratet, davon zweimal mit Richard Burton. Michels Protagonisten sind ausnahmslos schöne Menschen, oder besser gesagt: sie waren es einmal, auf dem Höhepunkt ihres Ruhms. Sofern sie nicht verstorben sind wie Jim Morrison von den legendären Doors oder die Monroe, hat das Leben in ihren Gesichtern später deutliche Spuren hinterlassen, wie es etwa aktuelle Pressefotos von Brigitte Bardot belegen.

Der Künstler hat sich für seine Bilder alter Aufnahmen bedient, welche gewissermaßen Kultstatus genießen und Pop-Ikonen sind. Dieser Begriff ist durchaus angebracht, denn Ikonen, die Heiligenbilder der Ostkirche, dürfen bekanntlich nicht verändert werden. Sie folgen also keiner stilistischen Entwicklung von der Gotik hin zum Barock, sondern bleiben so, wie sie in byzantinischer Zeit gestaltet wurden. Und ganz ähnlich verlaufen die Gedanken in der westlichen Welt, wenn es um das Abbild unserer Superstars, unserer Idole geht – sie müssen forever young sein. Die einzige Ausnahme von dieser Regel scheinen die Rolling Stones zu sein, die in Ehren ergrauen durften und vermutlich noch mit 80 auf der Bühne stehen werden. Andere, z.B. Udo Jürgens oder Roberto Blanco (von Gerd ignoriert), werden einfach nicht älter, höchstens dicker.

Gerd Michel zeigt uns Idole seiner und auch meiner Jugend auf. Die von ihm aufwendig am Computer mittels Fotoshop-Programm bearbeiteten Bilder sind uns allesamt bestens vertraut, wir haben sie in den Medien, auf Plattencovern und sonst wo immer wieder gesehen.

Normalerweise werden an dieser Stelle das Leben und der Werdegang des ausstellenden Künstlers umrissen. Doch den Hausherrn vorzustellen, das hieße Eulen nach Athen tragen; falls jemand tatsächlich erstmal hierher gestoßen sein sollte, sollte nur so viel wissen: Geboren 1954 in Schweinfurt, Studium Kommunikationsdesign bei Wolfgang Bäumer und Leo Dittmer an der Würzburger Fachhochschule, seit 35 Jahren Galerist. Wenden wir uns lieber den Werken zu, insgesamt sind es 19 Motive, schauen, wie sie gefertigt sind und was sie uns zu sagen haben: Ausgehend von meist kleinen Fotos, die eingescannt wurden, wird zunächst der Bildausschnitt festgelegt. Dann erfolgen Farbveränderungen und Überblendungen mit abstrakten Kompositionen, wobei bis zu 18 Folien übereinandergelegt werden. Letztlich wird das Ganze im High-End-Druckverfahren zu Papier gebracht und hinter Acryl kaschiert.

Mit diesem künstlerischen Prozedere erzielt Gerd Michel Bilder, die nichts mehr mit den Postern oder dem legendären, 1959 erfundenem Bravo-Star-Schnitt gemein haben, sondern uns die Protagonisten verfremdet, ja entrückt präsentieren. Marilyn Monroe, Liz Taylor oder die Beatles, mit den bereits verstorbenen John Lennon und George Harrison, blicken uns wie aus einer anderen Welt an, teilweise verdoppelt, in unterschiedlicher Größe. Gerade dieser Blickkontakt, der auf fast allen Arbeiten aufscheint, fesselt den Betrachter, lässt in ihm Erinnerungen an die Jugend aufkeimen.

Ob es wirklich erstrebenswert ist, wie die Stars im Bild für immer jung zubleiben, sei dahingestellt. Wie sang die Gruppe Alphaville vor fast 30 Jahren? – „Youth’s like diamonds in the sun. And diamonds are forever. Forever young, I want to be forever young. Do you really want to live forever?“

 

Prof. Dr. Josef Kern

Carmen Casanova

Carmen Casanova: Glamourama

Reflexionen über die übliche Sprache der postmodernen Gesellschaft durch eine Neudefinition von “Pop”. Durch die postmodernen feministischen Theorien wird eine Neudeutung der Rolle der Frau postuliert, in der sie ihre Identität wiedererlangt und mit Hilfe ihrer “weiblichen Waffen” ihre Sichtbarkeit erhöht.

In einer Bildsprache, die aus der Idee des “Pastiche” entstanden ist, werden verschiedene klassische und aktuelle Referenzpunkte genutzt, bei denen die Weiblichkeit und der Glamour als Verführungswaffe fungieren. Dabei wird die Komsumgesellschaft, der Lebensstil und die Ästhetik hinterfragt, die uns die Modeverlage und die Massenmedien auferlegen.

Das scheinbar frivole Covergirl ist zu einem Symbol voller Inhalte geworden, wo die Weiblichkeit Form und Struktur annimmt. Das Konzept des Körpers in der Werbung wird zum bloßen Schein, der die Werte von Schönheit und Perfektion idealisiert. Der Körper wird neu erfunden als eine Form des Konsums und als ein Bild, das Begierde auslöst. Die Frau erscheint als Konsumentin und als Konsumobjekt gleichzeitig, während die uniformierte Schönheit der von Schönheitschirurgen operierten Körper die Identität zerstört.

Die Models, die die Werbekampagnen überfluten nutzen künstliche Posen als stereotype Gesten des Weiblichen, die bis zur Übersättigung wiederholt, schließlich zur Norm der Weiblichkeit geworden sind. (Hannah Wilke)

Nach der Durchsetzung gewisser ästhetischer Regeln von Seiten der Medien sind die Frauen auf despotische Art und Weise einer Überflutung durch retuschierte Bilder ausgesetzt, die eine irreale Schönheit darstellen. Diese quälenden Vorbilder unterwerfen die Frau, so dass in dem Moment, in dem historische Umstände der Wehrlosigkeit überwunden werden, neue, andersartige geschaffen werden, um die Kontrolle des Patriarchats aufrecht zu erhalten.