Lotte sucht Schuh

liTrio: Ulrike Schäfer, Hanns Peter Zwißler, Martin Heberlein. Foto: Matthias Lauerbach

Wenn im nunmehr neunten Programm von liTrio Lotte Schuh sucht, darf man getrost davon ausgehen, dass mit Lotte eine Figur aus der Weltliteratur gemeint ist – und ein Schuh (mindestens) wird im Programm sicher auch gefunden werden.

Der Schweinfurter Autor Hanns Peter Zwißler bietet neben einem Auszug aus seinem jüngsten Roman „Rigolettos Hut“ Kurzprosa und – erstmals bei liTrio – einen Einblick in seine lyrische Arbeit.

Die Texte der mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichneten Würzburgerin Ulrike Schäfer sind sehr eindringlich, werden das ein oder andere Mal aber auch für Heiterkeit sorgen.

Durch den Abend führt Martin Heberlein aus Würzburg, der sich auch satirisch an verschiedenen Werkender Weltliteratur vergreifen wird.

Für die musikalischen Höhepunkte sorgt der Kulturpreisträgerder Stadt Schweinfurt, Anton Mangold, auf seinem Saxophon.

Freitag, 22. März 2019, 19.00 Uhr
 Eintritt: 10 Euro. Einlass: 18 Uhr.
Reservierung: Tel.  0931 / 13908.

Macht – Gier – Hunger

drei Worte, die bei sieben in Würzburger lebenden Autoren unterschiedliche Reaktionen auslösten. Aus den Reaktionen wurden Geschichten, formten sich Gedichte und letztendlich ein Buch. Letzteres ist eine unterhaltsam zu lesende Anthologie, teils mit regionalen Bezügen, hintergründiger Ironie so wie aberwitziger Phantasien.

Inzwischen haben sich die Autoren in der Gruppe die federWeisen zusammengeschlossen, schaffen weiter originelle Texte und organisieren Lesungen. Im Kunsthaus MICHEL lesen sie aus ihrem neuesten Buch MACHT GIER HUNGER, untermalt mit Gitarren Musik.

Freitag, 8. März. 2019  19.00 Uhr

gettogether ab 18.00 Uhr

Buchpremiere „Orangenblütenjahr“ von Ulrike Sosnitza

„Manchmal hängen Ende und Anfang so nahe beieinander wie die Blüten und Früchte am Orangenbaum.“

Foto: Gerhard Bayer

Seien Sie dabei, wenn Ulrike Sosnitza ihren neuen Roman „Orangenblütenjahr“ im Rahmen des „afternetwork“ im Kunsthaus Michel der Öffentlichkeit vorstellt.

„Nach dem Tod ihres Mannes Martin bricht Nellys Welt zusammen. Martin hatte eine Geliebte –Nellys beste Freundin – und mit ihr einen Sohn. Kurzentschlossen zieht sie vom Odenwald nach München. Alles auf Anfang, und das mit zweiundfünfzig Jahren. Sie genießt das neue Leben, ihren erwachsenen Kindern geht aber alles zu schnell. Vor allem, als auf einmal gleich drei Männer Nelly umschwärmen, dabei hat sie doch eigentlich genug von der Liebe …“

Von der Autorin von „Novemberschokolade“ und „Hortensiensommer“.

Freitag, 15.3.2019

Einlass zum afternetwork zu einem Glas Wein und Gesprächen mit der Autorin ist um 18 Uhr, die Lesung beginnt um 19 Uhr. Kulturbeitrag: 10 Euro.

Herbert Ludwig

Herbert Ludwig ist vermutlich den meisten Theaterinteressierten ein Begriff.

Als Valentin, als Boandlkramer und als Rosendorfers Säulenheiliger dürfte er ebenso in Erinnerung sein wie als Jupiter in Kleist’s „Amphytrion“ oder als Einstein in Dürrenmatts „Die Physiker“.

Dass er auch schriftstellerisch tätig war, ist vielleicht weniger bekannt. Aus seinen – mit zumeist autobiographischen – Kurzgeschichten angefüllten 5 Büchern liest er und garniert sie musikalisch mit thematisch einigermaßen passenden Liedern.

 

 

 

Freitag, 15. Februar 2019

Beginn 19.00 Uhr

gettogether ab 18.00 Uhr

„Eigenes und Fremdes“

Unter diesem Motto beehrt uns

Daniel Liest

am 1. Februar.

 

Neben eigenen Texten und seinen Lieblingsstücken aus Literatur und Journalistik, wird uns Daniel Liest auch teilhaben lassen, wie er zu seinem Künstlernamen kam.

Inhaltlich wird die deutsche Gegenwartsliteratur im Fokus stehen.

Zudem wird er umfangreich aus acht Jahren Lesungen in Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Künstlern und seinen Soloprojekten berichten.

 

Wir freuen uns auf einen unterhaltsamen und anekdotenreichen Abend.

Freitag, 1. Feb. 2019

Beginn 19.00 Uhr

get together ab 18.00 Uhr

Kulturbeitrag 10,-€

Gisela Groh

Wilhelm Busch in Wort und Bild

Lesung

Rührend schönen Herzgeschichten, Die ihm vor der Seele schweben, davon weiß der Dichter zu berichten. Wovon aber soll er leben?

Was er fein zusammenharkte, Sauber eingebundne Werklein, Führt er eben auch zum Markte Wie der Bauer seine Ferklein.

Auch Wilhelm Busch, der lachende Pessimist,

hat seine Werke zum Markte getragen

und noch heute, 110 Jahre nach seinem Tod,

genießen Erwachsene die einfallsreiche Verskunst

und Kinder, die noch nicht lesen können,

belustigen sich an Buschs drastischen Zeichnungen.

Zu Skizzen, Zeichnungen, Bildergeschichten

und Gemälden von Wilhelm Busch

liest Gisela Groh

aus Buschs Selbstbiografie

„Von mir über mich“

 

 

Freitag, 25. Januar 2019

Beginn 19.00 Uhr

gettogether ab 18.00 Uhr

In der Bahnhofsgaststätte

Umsteigen mit Genuss

Seit es die Eisenbahn gibt, gehört zum Reisen auch das Speisen dazu: nicht nur in den MITROPA-Speisewagen, sondern auch auf den Unterwegs-Bahnhöfen. Bahnhofsgaststätten und -restaurants waren Orte kulinarischen Genusses (oder zumindest eines späten Bieres), aber auch der frohen Begegnungen und traurigen Trennungen, der heimatlichen Sehnsüchte und heimlichen Fluchten, vieler kleiner Begebenheiten und besonderer Ereignisse (z. B. das unerwartete Auftauchen Wolfram Siebecks in den Würzburger Bahnhofsgaststätten … ). Heute, da man mit dem Coffee-to-go durch die Bahnhofshalle stürmt, ist dies kaum noch zu erleben.

Guido Fuchs führt mit zahlreichen literarischen Reminiszenzen  auf launige Weise zurück in eine vielfach versunkene Welt des Reisens und Speisens.

Freitag, 8. Feb. 2019  19.00 Uhr

gettogether ab 18.00 Uhr

Josef Versl – die Ausstellung

Josef Versl

Der Landschaftsmaler Josef Versl (1901 – 1993) wurde bekannt durch seine künstlerische Wiedergabe unterfränkischer Dörfer, Städte und Waldwege. Durch unterschiedliche Mal- und Zeichentechniken schaffte er es, der Natur immer wieder neue und veränderte Eindrücke abzugewinnen. Besonders seine Werke der 60er/ 70er Jahre zeugen von einer Umgebung, welche noch kaum von Industrie und Wohnbauten berührt war. Dieser bereits vergangene Zustand, welcher in seinen Bildern thematisiert wird, trägt einen kleinen Teil zur unterfränkischen Landesgeschichte bei und lässt einheimische Generationen zurück erinnen.

Überzeugen Sie sich selbst von Versls künstlerischer Vielfalt und treten Sie mal einen Schritt zurück um sich in Ruhe mit der Mainfränkischen Landschaft der vergangenen Jahrzehnte auseinander zu setzen.

Eintritt frei

Ausstellungsdauer: 26.1.19 – 31.3.19

Führungen        
26.01.2019 Allgemeine Führung 18:00 Uhr 60 min Spende
30.01.2019 Allgemeine Führung 18:30 Uhr 60 min 10€ / 5€
07.02.2019 Senioren Führung 16:00 Uhr 60 min 7€ / 10€
14.02.2019 Maltechnik Workshop 18:30 Uhr 120 min 50 €
23.02.2019 Kinder Workshop 10:00 Uhr 120 min kostenlos
27.02.2019 Allgemeine Führung 18:30 Uhr 60 min 10€ / 5€
07.03.2019 Senioren Führung 16:00 Uhr 60 min 7€/ 10€
14.03.2019 Maltechnik Workshop 18:30 Uhr 120 min 50 €
23.03.2019 Kinder Workshop 10:00 Uhr 120 min kostenlos
28.03.2019 Allgemeine Führung 18:30 Uhr 60 min 10€ / 5€

Um Anmeldung wird gebeten: 0931 13908 oder info@kunsthaus-michel.de

 

gefördert von

Christiane Wirtz

Neben der Spur

Wenn die Psychose die soziale Existenz vernichtet
Eine Frau erzählt

Sie ist 34, als plötzlich die erste Psychose auftritt. »Schizophrenie« lautet die Diagnose. Diese schwere Krankheit von großer Zerstörungskraft ist nach wie vor stark angst- und schambehaftet, und es herrscht große Unkenntnis, obwohl Millionen Menschen in Deutschland von ihr direkt oder indirekt betroffen sind. Die sozialen Konsequenzen dieser Mischung aus Krankheitsfolgen, Unkenntnis und Ablehnung bekommt Christiane Wirtz grausam zu spüren. Sie verliert alles: Job, Freunde, Eigentumswohnung, Altersvorsorge. Das Leben war vorbei. Aber darf die Gesellschaft zulassen, dass Menschen so tief fallen?

Wirtz erzählt, wie sie komplett abrutschte, lässt Ärzte, Psychologen, Anwälte, Eltern, ehemalige Kollegen zu Wort kommen. Sie fordert eine breite Debatte über psychische Krankheiten, ein Ende der Diskriminierung. Sie appelliert an die soziale Verantwortung der Gesellschaft. Ihre Botschaft an die Betroffenen: Lasst Euch nicht stigmatisieren. Und an die anderen: Baut Vorurteile ab und erkennt, dass eine Krankheit Menschen nicht aussondern darf, dass sie während und nach einer Psychose Solidarität verdienen.

Zur anschließenden Diskussion dürfen wir Prof. Dr. med. Jürgen Deckert  Uni – Würzburg und Klaus Miller Leiter Sozialpsychiatrischer Dienst begrüßen.

Freitag, 14.12.18

Einlass 18.00 Uhr – Beginn 19.00 Uhr

Kulturbeitrag 10,-€

 

Abiball – Meine Familie am Rande der Reifeprüfung

Georg Koeniger

liest aus seinem neuen Buch:

 

Freitag, 7.12.18

19.00 Uhr

Kulturbeitrag 10,- €

 

„Abiball – Meine Familie am Rande der Reifeprüfung“

 

„Papa, ziehst du bitte eine Krawatte an?“ Beim Abiball muss die Inszenierung perfekt sein, egal wie stressig die Zeit rund um den Schulabschluss war. Da werden die Lackschuhe auf den Smoking abgestimmt, Siebzehnjährige ins Ballkleid genäht und lässige Kumpel-Väter dem Krawattenzwang unterworfen.  Mit einem lachenden Auge, einem weinenden Auge und einer kneifenden Anzughose schleppt sich Georg Koeniger auf den Abiball seines Sohnes, der chaotisch beginnt und tränenreich endet und den Leser immer wieder zum Lachen bringt. Der Vater begegnet dort zum ersten Mal der großen Liebe des Sohnes, am Patch-Work-Elterntisch stiftet er unfreiwillig Chaos und erlebt bei den peinlichen Reden des Lehrkörpers eine Zeitreise in die eigene Vergangenheit.

In die Zeit der eigenen Abitur-Feier, die er – vaterlos aufgewachsen und rebellisch- mit einem  vordergründig politisch motivierten Sabotageakt unterminiert und in die Zeit, als er seinen verloren geglaubten Vater wiederfindet, nur um ihn kurz darauf sterben zu sehen.

Allen Spießigkeitsschüben des Nachwuchses zum Trotz lernt er an diesem besonderen Abend aber vor allem eines: dass Vater und Sohn sich nie verlieren.

 

Das schreibt die Presse über Koenigers Lesungen:

 

„Es ist einer jener Abende, an dem die Besucher die voll besetzte Buchhandlung Osiander mit einem glücklichen Lächeln im Gesicht verlassen.

Der Grund ist ein zweistündiges Pointenfeuerwerk, gezündet von dem in Münster aufgewachsenen r Georg Koeniger. Er liest und erzählt nicht nur mit scharfer Zunge und vollem Körpereinsatz, er nimmt auch die Gitarre zur Hand.

Koeniger ist vielseitig und schlagfertig im Wortwechsel mit dem Publikum. So viel ist bei einer Autoren-Lesung schon lange nicht mehr gelacht worden.“

Südwestpresse

 

„Koeniger las in kreativem Wechsel aus seinem Buch und streute einige launige Gesangsnummern ein. Intelligente Blödelei mit wahrem Kern!“