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28. Oktober 2026
Die moderierte Lesung wird begleitet von dem Jazzpianisten Jan-Peter Itze. Im Kunsthaus Michel findet zeitgleich im Oktober eine Ausstellung der Werke von Linde Unrein statt.
Foto L.Unrein
Linde Unrein ist in Stuttgart aufgewachsen, studierte Medizin, Philosophie und Pädagogik in Tübingen, Bonn und Würzburg und war nach Staatsexamen und Promotion als wissenschaftliche Assistentin und zuletzt als Leiterin der Tagesklinik und der Poliklinik an der Psychiatrischen Universitätsklinik Würzburg tätig. Nach der Niederlassung als Fachärztin für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin in Schweinfurt und Dozentin ist in der ärztlichen Weiterbildung ist sie seit 2008 hauptberuflich als freischaffende Künstlerin (Malerei, Zeichnung, Texte) tätig und ist inzwischen regional und überregional durch zahlreiche Lesungen, Veröffentlichungen und Ausstellungen bekannt. Im Zentrum ihres künstlerischen Schaffens steht ihr Blick auf die Varianten unserer Beziehungsmöglichkeiten.
Zu “Arabeskenwerk”: Alwine, eine Psychiaterin, hütet über die Osterferien das Reihenhaus der Tochterfamilie in einer fremden Großstadt ohne ihren Partner. Sie erwartet qualvolle, leere Tage. Doch unfreiwillig wird sie in die Konflikte der Nachbarn verwickelt und erfährt dabei nochmals ihre Lebendigkeit. Erinnerungsbilder aus ihrer eigenen Vergangenheit und ihrer Epoche der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart steigen auf und fügen sich zu einem arabeskenartigen Textteppich, ihr Leben wird dem Leser episodisch erfahrbar. Dieser Roman erkundet nicht nur die persönlichen Dramen der alternden Alwine, sondern auch die allgemeinen Fragen nach Identität, Vergänglichkeit und Schuld in der modernen Gesellschaft Europas.
Jan-Peter Itze studierte Jazz und klassisches Klavier an der Hochschule für Musik in Würzburg und ist aktuell Student der Royal Conservatory of Music (KMH) in Stockholm. Er spielt, komponiert und produziert in verschiedenen Formationen.

